"Ziel muss ein ökologisches Gleichgewicht sein,

das nicht eine Tierart bevorzugt und andere gefährdet."

 

 

A) Aktuelles:

 

Der Ausgleichsfonds wird von 

bisher Euro 450.000 (2020)

auf      Euro  550.000 (2021)

 

erhöht.

Quelle: Fischer & Teichwirt 01/2021 S.7

 

 

B) Der Hintergrund:

Der Biber kommt in der Oberpfalz inzwischen flächendeckend vor.

Bestand laut Schätzung 2017: 22.000 Biber in Bayern

Der Bayerische Bauernverband geht von mittlerweile 25.000 Exemplaren aus.

Quelle: Fischer & Teichwirt 01/2021 S.7

 

 

Seinem Auftritt wird oftmals nachgesagt, dass er neue Lebensräume schafft.

Dazu aus Fischer & Teichwirt 08/2015 Dr. Dieter Piwernetz

 

C) Schadensmeldungen und Ausgleichszahlungen:

 

 

 

Meldung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz:  Pressemeldung 2020_11

 

Info: U.a. Bayerns Fischerei + Gewässer Nr. 4/2020 Seite 17

 

D) So sieht der Auftritt des Bibers u.a. aus:

 

 

Durch seine ernorme Bautätigkeit bringt er oftmals Land- und Teichwirte in Schwierigkeiten. Hier wurde der Mönch regelrecht zugemauert, er mußte per Hand ausgegraben  werden.                                                                                                                                                                                                                                                                                  Ein normales Absenken des Wasserspiegels durch Ziehen der Bretter war nicht mehr möglich. Die Mühen und der Frust waren erheblich.

Durch das Einstauen können sich u.a. Sohlstrukturen bei Fließgewässern verändern. Wegen der fehlenden Durchgängigkeit setzen sich Sedimente ab, damit gehen evtl. Laichplätze von Salmoniden verloren.

 

 

E)Infos/Gesetzliche Regelungen:

Der Gesetzgeber hat -ähnlich wie beim Kormoran - eine Ausnahmeregelung für das an sich geschützte Tier erlassen.

§ 2

Ausnahmen für Biber

(1) 1Zur Abwendung erheblicher wirtschaftlicher Schäden sowie aus Gründen der öffentlichen Sicherheit wird nach Maßgabe der Abs. 2 bis 7 abweichend von § 44 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 BNatSchG gestattet, Bibern (Castor fiber) in der Zeit vom 1. September bis 15. März nachzustellen, sie zu fangen und zu töten. 2Abweichend von § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG dürfen Biberdämme, soweit besetzte Biberburgen nicht beeinträchtigt werden, und nicht besetzte Biberburgen beseitigt werden.

Ausnahmeregelungen können bis zu 3 Jahre erfolgen!

Weitere, wichtige Details zu der gesetzlichen Regelung gibt es hier

 

F)Kontakte:

 

Die Adressen von Bibermanagern erfahren Sie beim zuständigen Landratsamt.

 

Mit dem Manager können Sie

a)Präventive Maßnahmen besprechen

b)Schadensaufnahmen durchführen

c)Schadensregelungen beantragen

d)Ausnahmegenehmigungen beantragen