Corona – und der Inlandstourismus boomt!

 

 

 

1. Die Fakten:

In Kampagnen wird derzeit zum Besuch und damit zur Naturnutzung in unserer Region geworben.

„Die Frankfurter sollen zu uns kommen“, so war in den Medien zu lesen.

Die Gewässer sind damit ins Blickfeld gerückt. Noch nie waren die See in den Landkreisen so beliebt wie jetzt.  Diese Überschriften drücken es aus: „Oberpfälzer Seenlandschaft läuft über“. Angefügt ist der Tipp des Touristikers: "auf die kleinen Seen ausweichen..."

Onetz-Bericht: "Mini-Meer"

2. Die Gefahr:

Durch die Nutzung – über den Gemeingebrauch hinaus - zeichnen sich Auswirkungen auf die Fischerei ab.

 

Unter Stress für die Fische  hatten wir berichtet.

 

3.  So sehen die Erlebnisse aus:

Zum Beispiel am Regen sind hunderte Boote bei entsprechendem Wetter auf dem überschaubaren Fluss  unterwegs.

Nicht als vereinzelte Bootsfahrer, sondern unter gewerblicher Anleitung.  Zu sehen sind:

Belagerte Buhnen, watende Paddler, über Laichsubstrat schrammende Boote, Partystimmung mit dazugehörigem Abfall usw.

Einige Fischereiberechtigte sind nun wach geworden und haben gehandelt.

 

4.  Der Kommentar:

Menschen an das Wasser heranzuführen ist nicht das Schlechteste, wenn damit verbunden wäre, neben Freude und Spaß die Wichtigkeit von sauberem Wasser und dessen Umfeld zu vermitteln. Also die Chance,  zu  umweltbewußtem Verhalten  anzuhalten.

Dazu sind aber nicht nur Corona-Hygiene-Konzepte für die Menschen gefragt. Auch Nutzungskonzepte für die Gewässer sind wichtig.

Es gilt aufzupassen, dass aus ökonomischen Gründen der Tourismus nicht (für die bei uns doch überschaubaren Gewässergrößen) ein Massentourismus wird.

Dann braucht es nämlich bei verbessertem und ungehinderten Zugang zum Gewässer weniger neue Uferrandstreifen oder Strukturverbesserungen. Dann geht es z.B. um Müllentsorgung und  Toilettenhäuschen - damit ist beim Tourismusangebot auch Ökologie gefragt.

 

Auf den Gemeingebrauch haben wir im  Terminkalender hingewiesen.