Bereits im letzten Jahr war dies in den Schlagzeilen:

 

Bildquelle: onetz.de

 

 Was kann bei schneller Schneeschmelze und/oder starken Regenfällen passieren:

Dr.  Thomas Ring, Fachberatung für Fischerei zeigt auf, was dabei an Gewässern von Teichwirten

und auch bei den Angelteichen von Fischereivereinen ablaufen kann:

 

Zum Beispiel:

Wenn ein Gewässer eine Größe von 3  Hektar  hat,

dies bei einer durchschnittlichen Wassertiefe von  1,5 Meter

 

Bild: cc by LierHH

dann setzen sich bei einem Dammbruch 45.000 Kubikmeter Wasser (oder 45.000 der abgebildeten Behälter) in Bewegung.

 

Wie können Probleme entstehen:

a) Der Freibord ( bei kleinen Stauanlagen h<4m oder 50.000m³ ) von mindestens 0,5m wird nicht beachtet,

dabei werden die Teiche oftmals bis zur „Oberkante“ angestaut:  

einmal aus der  Erfahrung der  Wasserknappheit  der vergangenen Jahre heraus

und auch,  um dem Bisam keine Möglichkeit zu geben, einen Bau anzulegen.

 

b) Wenn dann das Ablassbauwerk nicht funktioniert ( bei obiger Abbildung war das anscheinend nicht mehr der Fall)

zu klein, durch Äste, Blätter verstopft.... 

 

c) Oder es wurde die Wartung der Hochwasserentlastung vernachlässigt.

Auch hier können Äste, Blätter die Funktion stören.... 

 

d) Ebenso kann der Bewuchs auf dem Damm bei einem Sturm zum Problem werden.

Wenn ein Baum umgerissen wird, entsteht beim Wurzelteller ein großes Loch. 

Schnell ist dies weiter ausgespült..... 

 

e) Die Anzeichen für Handlungsbedarf wegen der Dichtigkeit sind  Sickerwasseraustritte

Das Einbringen von Planen und Folien kann keine Dauerlösung sein. Es zeigt vielmehr an, dass akuter Handlungsbedarf 

besteht!

 

Bilder (4): cc by Dr. Ring

 

f) Die Kontrolle der Wühlarbeiten von Biber und Bisam sind regelmäßig vorzunehmen.

Maßnahmen sind einzuleiten. Ist der Damm erst einmal durchbohrt, weitet sich 

das Loch sehr schnell aus.

 

Maßnahmen sind notwendig!

 

Denn klar ist, für den Schutz von Teich- und Stauanlagen ist der Besitzer verantwortlich.

Er trägt auch die Verantwortung bei Schäden.

Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle notwendig.

Und es schadet nicht, evtl. auch bei dem  Oberlieger-Gewässer nach dem Rechten zu sehen und mit dem

Besitzer/Pächter im Kontakt zu sein.

 

Auskünfte und Informationen:

Wasserwirtschaft oder Fachberatung für Fischerei