Bekämpfung des Bisam an Teichen

Die Standsicherheit von Dämmen ist derzeit ein großes Thema, auch durch das Ereignis in Oberbibrach.

Siehe Beitrag vom 27.11.2020  im Onetz - Sicherheit von Dämmen

 

Dabei spielt aber auch der Bisam eine Rolle, er war bereits vor der verstärkten Verbreitung des Bibers an Weihern und Teichen aktiv.

Wir haben das Thema mit Wolfgang Städtler, Fischwirtschaftsmeister am Institut für Fischerei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Außenstelle für Karpfenteichwirtschaft in Höchstadt a.d.Aisch, besprochen:

 

Redaktion: Wie weit ist der Bisam verbreitet?

 

Städtler: Urheimat des Bisams ist Nordamerika.

Fürst ColloredoMausfeld brachte im Frühjahr 1905 drei Weibchen und zwei Männchen der Bisame von einer Jagdreise aus Alaska mit und setze diese auf seinem Gut in der Nähe von Prag aus.

Um 1910 erreichte der Bisam Bayern. Nach weiteren Einbürgerungen in der damaligen Sowjetunion und Frankreich ist der Bisam mittlerweile in ganz Deutschland mit Ausnahme der Alpen verbreitet.

 

Redaktion:  Warum ist eine Bekämpfung wichtig?

 

Städtler: Der Bisam zählt zu den invasiven, nichtheimischen Tieren und richtet durch seine Wühltätigkeit erhebliche Schäden an Wasserbauwerken wie Dämmen und Fischteichen an.

Dies kann zu Dammbrüchen und Überflutungen führen.

Eine Regulierung der Bestände ist deshalb dringend geboten und gesetzlich vorgeschrieben.